Erdöl ist eine der wohl wichtigsten Ressourcen in der modernen Wirtschaft, doch leider ist dieser Rohstoff nicht unendlich verfügbar und die Jagd nach dem schwarzen Gold führt in immer abgelegenere Gebiete und selbst der Nordpol ist nicht mehr sicher. So wertvoll Öl ist, so gefährlich ist es auch wenn mit seinem Umgang etwas schief läuft. In letzter Zeit konnten wir alle Beispiele dafür finden: leckende Pipelines, brennende Bohrinseln und gestrandete Schiffe. Die Folge von solchen Unfällen sind für Mensch und Natur katastrophal.
Öl wird nicht nur für die Erzeugung von Treibstoffen, sondern auch für ein weiteres Material, das sich heute nicht mehr wegdenken lässt: Plastik. Dieses Material begegnet uns überall. Ob in Verpackungen, Gehäusen von Computern und Haushaltsgeräten..Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Das Problem ist jedoch, der plastikhaltige Abfall. Während Metalle zu 90 Prozent recyclebar sind, war dies bei Plastik nur etwa bei bis zu 10 Prozent möglich und hier beginnt ein weiteres Drama: „Findige“ Firmen haben Entwicklungsländer in Afrika und Asien als Müllhalde entdeckt und exportieren ihren Müll in diese Länder. Dort werden in mehr als fragwürdigen Methoden des Recyclings vorwiegend Metalle gewonnen. Der Plastikmüll wird entweder vergraben oder geht schlicht und einfach in Flammen auf.
Diesem Spuk möchte der U.S.-Unternehmer Mike Biddle, der sich selbst als Müllmann bezeichnet, ein Ende setzen und hat in langjähriger Entwicklung ein Verfahren entwickelt, mit dem sich verschiedenste Arten von Plastikmüll in einem industriellen Verfahren effektiv trennen und wiedergewinnen lassen und seine Idee bereits in mehreren Recycling-Anlagen sehr erfolgreich umgesetzt. Mike Biddle stellte bereits im Sommer diesen Jahres sein sehr bedeutendes Projekt der Öffentlichkeit in Edinburgh vor. Wer die englische Sprache versteht findet seinen Vortrag unter: http://www.ted.com/talks/mike_biddle.html.
Mein persönliches Fazit: Es ist wohl eine der besten Ideen im Bereich Recycling der letzten Jahre.

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