Schlammlawinen rollen in die Täler und Hänge kommen ins Rutschen. Jahrhundertealte Laubbäume stürzen um, da sie unterspült wurden und somit die Wurzeln keinen Halt mehr fanden. Dies sind nur einige Folgen der weltweiten Klimaveränderung, welche in den vergangenen Jahren immer offensichtlicher wird. Daher ist es umso wichtiger, Berghänge, Bäche und Flüsse nachhaltig zu stabilisieren. Kokos-Erosionsschutzmatten sowie Faschinen aus Weiden oder Kokos zählen dabei zu den Hilfsmitteln.

coconut-1771527_640Was sind Faschinen?
Per Definition sind dies mehrere Meter große Rutenbündel aus ausschlagfähigen Naturmaterialien wie Kokos oder Reisig. In erster Linie werden sie für das Einfassen von Kanalabschnitten, Teichen oder natürlichen Flussläufen eingesetzt. Dort schützen sie das Ufer vor starken Wellen und Strömungen. Insbesondere bei Ufersanierungen mit frisch renaturierten Flächen finden Faschinen aus Kokos Anwendung. Aber auch in den Bereichen des Straßen-, Wasser-, Land- und Gartenbaus leisten sie gute Dienste.

Uferschutz
Einst waren die Uferbereiche unserer Flüsse und Seen mit Wald bewachsen. Jedoch wurde dieser im Zuge der umfangreichen, intensiven Landnutzung immer mehr zurückgedrängt. Hohe Strömungsgeschwindigkeiten, Auskolkungen und Erosionen waren die Folge. Um die Entwicklung zu stoppen, versuchten die Menschen mithilfe der Pflanzenwelt dem Uferschwund Einhalt zu gebieten. Vor allem Erlen und Weiden waren hierfür besonders gut geeignet. In der heutigen Zeit kommen neben den Bäumen ebenso Faschinen aus Kokos ohne und mit Bepflanzung zum Einsatz. In unterschiedlichen Dicken, von 20 Zentimetern bis 60 Zentimetern, lassen sich die Bündel ideal für nahezu jeden Einsatzzweck nutzen. Als Anpflanzungen kommen in diesem Zusammenhang Röhrichte wie Wasserschwaden, Rohrkolben, Sumpfsegge oder Schilf infrage.

Schutz von Böschungen und Hängen
Oftmals werden die Worte Böschung und Hang als Synonyme angesehen. Jedoch haben sie verschiedene Bedeutungen. Erstere ist ein künstliches Bauwerk, welches die unterschiedlich hohen Ebenen miteinander verbindet. Zudem weist sie überall dieselbe Neigung auf, den sogenannten Böschungswinkel. Ein Hang dagegen ist eine geneigte Erdoberfläche, die auf natürlichem Weg entstand. Ein Gleithang am Flusslauf sowie ein Prallhang sind wohl die bekanntesten Beispiele, die in dem Zusammenhang zu nennen sind. Obwohl sich die Begriffsdefinitionen unterscheiden, gilt das aber nicht für deren Gefahren – denn diese sind bei beiden gleich. Um bei einer abschüssigen Fläche Erosionen, das Abrutschen oder Abtragen von Erde zu verhindern, suchen Biologen nach immer neuen Methoden. Bereits seit Jahrhunderten hat sich das Belegen der Uferflächen mit Faschinen, Böschungs- oder Erosionsschutzmatten bewährt. Auch das Bepflanzen mit Weiden war und ist ein probates Mittel, die ufernahe Landschaft zu schützen. Dabei ist es wichtig, dass die Pflanzen zeitweise Überschwemmungen sowie extreme Situationen aushalten können. Heutzutage graben Profis für die Hangbefestigung rund 20 Zentimeter bis 40 Zentimeter breite Gräben, setzen Faschinen ein und befestigen diese unter anderem mit lebenden Weidenpfählen. Anschließend werden die Vertiefungen wieder verschlossen. Sobald die Gewächse ihre Wurzeln in das Erdreich schlagen, beginnt der naturgemäße Erosionsschutz.

Weitere Infos auf http://www.geonatex.ch/de/faschinen-aus-kokos.htm

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