Effektive Mikroorganismen beeinflussen jedes Biotop und können direkt in einer Nahrungsergänzung enthalten sein als auch im Haushalt und im heimischen Garten zum Einsatz kommen. Es handelt sich um Mikroorganismen, welche die organische Vergärung günstig beeinflussen und damit unter anderem die Entstehung von Schimmel und Faulgasen verhindern.

leaf-690947_640Effektive Mikroorganismen (EM): Anwendungsgebiete
Die EM-Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig. Es lässt sich daraus Küchenbokashi herstellen, sie dienen der Reinigung, Trinkwasseraufbereitung, Nahrungsergänzung und auch dem Waschen und Spülen. Im Garten dienen sie dazu, schimmel- und fäulnisfreies Gemüse zu ernten. Ein gutes Beispiel hierfür liefern Klettertomaten. Diese haben ein üppiges Wurzelwerk und brauchen viel Erde und Abstand zueinander, zudem müssen sie oft gegossen und gedüngt werden. Schon beim Düngen kommen Effektive Mikroorganismen zum Einsatz, damit kann auf Chemie verzichtet werden. Auch mit EM gewonnener Schwarzerdebokashi gehört in den Tomatenboden. Die Feuchtigkeit wiederum zieht Schädlinge wie die weiße Fliege (eine Mottenschildlaus) oder Schnecken an, die sich zurückziehen, wenn der Boden mit einer EM-Mischung behandelt wird.

Wie funktionieren Effektive Mikroorganismen?
Es handelt sich um aerobe und anaerobe Mikroorganismen, also winzige Lebewesen, die mit oder ohne Sauerstoff existieren. Mit ihnen lässt sich fermentierter Kompost (Bokashi) herstellen, in welchem Schimmel und Faulgase keine Chance haben. Entwickelt wurden Effektive Mikroorganismen in Japan, die dortige EMRO (EM Research Organization) in Okinawa hat sich für das Konzept ein eingetragenes Warenzeichen gesichert. Es gibt diese Mikroorganismen in der Natur, nur mussten sie gezielt nutzbar gemacht werden. Das hierfür nötige Basisforschung betrieb nach 1980 der japanische Gartenbauprofessor Teruo Higa. Er unterschied im Boden positive (aufbauende und regenerative), negative (abbauende und degenerative) sowie opportunistische Mikroben. Wenn nur wenige regenerative Mikroorganismen einem Biotop hinzugegeben werden, entsteht ein günstigeres Milieu, wie Prof. Teruo Higa herausfand. In diesem Biotop können Nährstoffe viel besser ihre Wirkung im Boden entfalten. Der erste EM-Anwendungsbereich war zwangsläufig der Gartenbau. Es gibt heute EM-Produkte als Mikrobenmischung in einer Nährlösung und als Fertigprodukte, welche EM enthalten. Zu diesen Fertigprodukten gehört auch Nahrungsergänzung. Diese beeinflusst die Darmflora, in welcher rund 400 verschiedene Bakterienstämme leben und Schadstoffe eliminieren sowie unser Immunsystem beeinflussen. EM-Produkte hemmen pathogene Keime im Darm und unterbinden die Ausbreitung von Krankheitserregern. Außerdem bauen sie zu anderen nützlichen Mikroben ein gesundes Gleichgewicht auf.

Welche Bakterien sind vorrangig in EM-Produkten enthalten?
Einen starken Anteil haben Milchsäurebakterien (beispielsweise Lactobacillus casei) welche die Milchsäuregärung fördern, phototrophe Bakterien (etwa Rhodopseudomonas palustris) und Hefe. Diese Organismen existieren freilich auch ohne die spezielle EM-Mischung, sie kommen in unserem Garten und in unserer Nahrung gleichermaßen vor. Allerdings sind sie nicht sehr stark konzentriert. Im Körper führt zudem Fehlernährung im Laufe des Lebens zu einem Ungleichgewicht auf der Ebene der Mikroorganismen, das durch EM-Nahrungsergänzung wieder ins Lot kommt. Diese wird in Spezialgeschäften und natürlich auch online angeboten.

Mehr Infos auf https://www.em-schweiz.ch/

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