Wer den Appenzeller Käse und seine herrlich-kräftige „Kräutermischung“ nachahmt, wird bestraft. Das hat soeben das Schweizer Bundesgericht in einem Urteil gegen einen betrügerischen Händler verkündet, der einfachen Schnittkäse als „Appenzeller“ mit Extraprofit verkaufen wollte.

Denn was dem Champagner die französische Landschaft der Champagne, ist dem Appenzeller Käse sein Appenzeller Land. Nur Käse aus dieser einzigartigen Landschaft im Nordosten der Schweiz darf sich dieses Namens rühmen.

Geheime Kräutersulz
Schon seit dem Mittelalter wird dieser aus Rohmilch hergestellte Käse am Fuss des Säntis, dem höchsten Berg des Appenzeller Landes, produziert. Sein Geheimnis verbirgt sich in der ganz besonderen Kräutermischung, der „Kräutersulz“. Um seinen unverwechselbaren Geschmack auf Dauer zu gewährleisten, schlossen sich eines Tages die Bauern der Region zusammen, legten das Rezept der Kräutersulz fest, beschlossen, es geheim zu halten und von Generation zu Generation weiter zu vererben. Noch heute kennen nur zwei Personen das Geheimnis dieser besonders aromatischen Kräutermischung.

Fondue, Tafelkäse oder Käsefladen
Während ihrer monatelang dauernden Reifungszeit werden die radförmigen, rund sieben Kilogramm schweren Käselaibe immer wieder mit dieser Kräutersulz eingerieben und gepflegt. Die Mischung enthält, so viel wird immerhin verraten, verschiedene Kräuter, Wurzeln und Blüten. Mit seinem ausdrucksstarken Aroma schmeckt der Appenzeller Käse zu Brot und Wein ausgezeichnet, seine milderen Sorten eignen sich auch in der warmen Küche, etwa als würzende Beigabe zu Fondue oder Raclette. Etwas ganz Besonderes ist der Appenzeller Käsefladen, eine Art Original Schweizer Pizza aus der idyllischen Bergwelt der Ostschweiz.

Begehrtes Exportgut
Weil er im Geschmack so kräftig, kernig und würzig ist, hat der Appenzeller Käse viele Freunde im Ausland gefunden. Und so kommen nicht nur zahlreiche ausländische Touristen, Wanderer und Bergsteiger ins Appenzeller Land, sondern umgekehrt findet der Appenzeller Käse seinen Weg ins Ausland, nach Deutschland, Frankreich und anderswohin. Denn seine Qualität schätzt man nicht nur in der Schweiz.

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