„Sie sind stigmatisiert in Ihrem zentralen Nevensystem“, sagte mein Neurologe im Anschluss an ein EEG zur Abklärung von Problemen durch Bandscheibenvorfälle im Halswirbelbereich, da waren z.B. Bluthochdruck, Tinnitus, Herzklopfen Schwindel und Sehstörungen.
„Sie müssen unbedingt Autogenes Training machen, und zwar jeden Tag. Eine entsprechende CD war schnell besorgt, „Stressabbau“ heißt das Zauberwort. Angeleitet wird man mit sanfter und beruhigender Stimme, die anfänglich durchaus auch zu leichter Irritation führen kann, aber sie ist hilfreich.
Störungen der Reizleitung im Nervensystem nennt man „Vegetative Dystonie“ (vielleicht manchmal auch eine Bequemlichkeitsdiagnose), und wer sich mit den entsprechenden Symptomen herumplagt, dem ist ganz konkret „der Tag versaut“.
Ich sollte eigentlich intensiver Autogenes Training üben, aber der Glaube an den eigenen, inneren Arzt und die Gewissheit, einen Teil meiner Beschwerden selbst beeinflussen zu können, hat offensichtlich bei mir schon eine Besserung bewirkt.
Deshalb kann ich nur zuraten, verlieren können Sie nichts dabei. Hören Sie auf die ruhige Stimme bei allen Beschwerden, bei den Sie die lapidare Diagnose „psychisch“ erhalten haben. Wahrscheinlich werden Sie Geduld brauchen, aber Sie können lernen, sich durch das Umfeld mit seinen Forderungen und kleinen Gemeinheiten weniger aufregen zu lassen, das A und O für die Bekämpfung unzähliger Beschwerden von Kopf bis Fuß. Bei mir hat Autogenes Training selber schon deshalb gewirkt, weil ich mir Zeit für mich genommen hatte.
Was sind Ihre Erfahrungen?